Hinter der Hauptgeschäftsstelle der Dortmunder Volksbank liegt ein 2006 neu gestalteter Platz, der allgemein als Betenhof bekannt ist, eingefasst wird er von den Rückseiten verschiedener Geschäftsgebäude. Außerdem findet man auf dem durch Terrassen gegliederten und mit Holzbohlen ausgelegten Platz noch die Außenbereiche einer Starbucks Filiale (Betenstraße) und des Restaurants Las Salinas (Kleppingstraße).
Auf einer runden Grundfläche erhebt sich am Rand des Las Salinas Biergartens seit 2006... weiterlesen
auch die moderne Skulptur 'Leucht-Turm', die ich immerhin im Jahre 2016 auch endlich entdeckt habe.
Der Leucht-Turm ist 16m hoch und beherrscht ganz dezent den gesamten Platz, kann aber wegen seiner senkrechten Ausrichtung auch in Beziehung zu den Türmen der benachbarten Marien- und Reinoldikirche gesetzt werden.
Die Skulptur besteht aus drei durch quadratische Rasteröffnungen (mit Sicherheitsglas hinterlegt) gegliederten Edelstahlplatten. Jede Platte hat fünf waagerechte und 42 vertikale Reihen quadratischer Öffnungen vorzuweisen. Die Platten sind so zusammengesetzt, dass eine senkrechte Kante jeweils an den Zwischenraum zwischen der ersten und zweiten senkrechten Reihe der nächsten angeschweißt wurde. So wirkt die Konstruktion noch ein wenig freier als wenn ein vollkommen geschlossener Körper mit Dreiecksgrundriss geboten würde.
In diesen Stahlkorpus sind oben und unten Leuchtkörper eingefügt, was ihn besonders in der Dämmerung leicht und transparent erscheinen lässt. Die ein wenig geheimnisvolle Wirkung wird noch dadurch gesteigert, dass auch der übrige Platz durch leuchtende Blöcke gegliedert ist. Das kann man gut auf dem Foto erkennen, das ich zum Las Salinas eingestellt hatte und deswegen hier nicht noch einmal zeigen will.
Der 1936 geborene Horst Linn hat das Werk 2003 geplant. Horst Linn wurde im Saarland (Friedrichsthal) geboren und studierte Kunstgeschichte und Philosophie. Nach dem Studium unterrichtete er als Kunsterzieher bevor er 1976 Professor für Objekt-Design an der Fachhochschule in Dortmund wurde. Seit seiner Emeritierung 2001 wohnt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Dortmund.
Bei Tageslicht beeindruckt der Leucht-Turm mich nicht besonders, doch in der Dämmerung und nachts lohnt sich meiner Ansicht nach eine Besichtigung schon.[verkleinern]